Home Fonts Anleitungen Curriculum vitae Gästebuch Impressum Fonts 2 Downloads Literatur ich besuche relativ häufig das Typografie.info-Forum. Hier kam es zu einer Diskussion über Schriftarten die wie mit Kreide geschrieben aussehen. Schließlich warf ein Forenmitglied ein, dass die typische Kreideschrift aus der Zeit der Bleilettern eine Schrift mit Namen Gong sei. Ein anderes Forenmitglied fragte dann, ob es von dieser Schrift mittlerweile auch eine digitalisierte Version gebe, und wie sich herausstellte, gab es bisher keine. Die Schrift wurde von Carl (Carlos) Wilkow (nach Kandler auch Wilckow) in den 1940er Jahren entworfen und 1945 zum ersten mal bei der Norddeutschen Schriftgießerei GmbH in Berlin (und laut Luc Devroye bei Johannes Wagner in Ingolstadt) zum ersten male gegossen, und erlangte bis in die 1960er Jahre im Akzidenzdruck großer beliebtheit, sodass sie in fast jeder Akzidenz-Druckerei verfügbar war. Allerdings sind die vorhandenen Lettern oft stark abgequetscht. Höchste Zeit für eine digitale Rettung, bevor die letzten Abgüsse in der Zeug-Kiste landen.

Dies war der Anschluss für mich, mich um die Digitalisierung dieser Schriftart zu bemühen. Andere Forenmitglieder steuerten hierfür einige Abbildungen der betreffenden Schriftart zu, unter anderem eine Abbildung aus dem bekannten Schriftmusterbuch „Kandler“, wobei alle aufzutreiben sind Abbildungen deutlich zeigten, dass sie alle von schon ziemlich abgenutzten Lettern gedruckt waren. Trotzdem habe ich versucht, von diesen Abbildungen erst einmal einen einigermaßen verwendbaren Zeichensatz zu erstellen. Und auch wenn ich über Autotrace Generiertefonds nicht besonders liebe, um es mal nett auszudrücken, habe ich diese Schriftart auf die Schnelle so erzeugt. Das bedeutet natürlich, dass die einzelnen Formen nicht besonders sauber sind. O.k., dies ist der auch nur ein erster und eigentlich als temporär angesehener Versuch, die Schriftart wiederzubeleben. Und da ich diesen Font ja nun einmal schon erzeugt habe, möchte ich diesen als Freewareversion hier auch anbieten.

Trotzdem ist dies natürlich nicht das Endziel. Ein Drucker in Berlin hat mir angeboten, dass ich von seinen Bleilettern Fotos anfertigen kann, bzw. anfertigen lassen kann, wenn ich jemanden mit einem Fotoapparat bei ihm vorbei schicke. Dieses Angebot werde ich annehmen und habe auch schon einen Bekannten aus Berlin gefragt, ob er diese Fotos für mich machen wird. Wenn ich diese Fotos erst einmal habe, werde ich die Konturen dieser Schriftart zunächst einmal sauber nachzeichnen. Das bedeutet: im ersten Schritt wird daraus erst einmal keine Kreideschrift entstehen, sondern eine Schriftart mit sauber gezeichneten Konturen und vollständiggefüllten Flächen. Diese Form wurde auch in Blei 1968 als Jowa Script veröffentlicht, und mittlerweile auch schon digitalisiert, wobei leider der Charakter der Schrift etwas gelitten hat. Ich werde dies also näher am Originalentwurf durchführen.







Im zweiten Schritt werden dann für jeden Buchstaben genau die Körnchen des Kreide-Schriftbildes gezeichnet, richtig in den gerundeten Formen der Original-Bleilettern. Als Endziel soll so gie ganze Familie wieder angeboten werden, in allen 7 Entwurfsgrößen vom Doppelmittel (28 Punkte) bis zur 8 Cicero-Schrift mit ihrer entsprechend feineren Struktur. Genau wie schon in der schnell erzeugten „Bad-Gong“ wird es wieder einige Ligaturen und Alternativbuchtaben geben, welche automatisch per OpenType-Funktionen eingesetzt werden. Wegen des extrem hohen Aufwandes wird diese saubere Gong dann allerdings kein Free-Font mehr sein können
Bad Gong.zip Hier jetzt zum herunterladen Standard-Zeichensatz enthalten Euro-Zeichen vorhanden    
Alle Fonts
auf Viren geprüft mit
Avast Antivirus kostenlos und sicher herunterladen!
Anti-Virus Software.
Sie können Avast
durch Klick auf das
Logo sicher herunter laden.